Ladakh – Spiritualität und Bergwanderung

Ladakh – Spirituality and Mountain Hike

01.11.

In diesem Vortrag nimmt Herr Joshi Sie mit in eine ganz andere Welt – Ladakh. Ladakh ist eine Region des indischen Bundesstaates Jammu und Kaschmir. Die Landschaft sieht so aus, als wäre man auf einem anderen Planeten. Es wechseln schneebedeckte Berge mit ganz kargen Gegenden und dazwischen liegen wunderschöne Oasen. Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbe- reit. Die Ladakhis sind sehr religiös und durch die tibetisch-buddhistische Kultur geprägt. Im Jahr 2017 besuchte Herr Joshi einige Klöster und wander- te durch die Bergwelt von Ladakh. Darüber berichtet er in diesem Vortrag.

In this talk, Mr. Joshi takes you into a different world – Ladakh. Ladakh is a re- gion of the Indian state of Jammu and Kashmir. The landscape looks like you are on another planet. There are snow-covered mountains with very barren areas, and in between are beautiful oases. The people are very friendly and helpful. The Ladakhis are very religious and influenced by the Tibetan Buddhist culture. In 2017, Mr. Joshi visited some monasteries and wandered through the mountains of Ladakh. Enjoy his insights.

Details

Veranstalter:

Shiv Kumar Joshi und Rupert Joshi


Ort:

Horner Freiheit e.V. Am Gojenboom 46
22111 Hamburg


Datum:

01.11.

19:00 – 20:30 Uhr

Kosten:

Frei/Free

Ladakh – Spiritualität und Bergwanderung

Bei dem Vortrag „Ladakh – Spiritualität und Bergwanderung“ haben Shiv Kumar Joshi und sein Sohn Rupet Joshi über ihre Reise durch den nordöstlichen Teil von Indien erzählt.

Sie haben das Gebiet Ladakh, welches im Durchschnitt über 3000 Meter über dem Meeresspiegel liegt, im Sommer, zur Hauptreisezeit im Juli und August besucht. In den Monaten April und Mai, sowie August und September reisen weniger Menschen durch Ladakh, was unter anderem auch an den kalten Temperaturen liegt. Von November bis März ist es mit Temperaturen bis zu minus 30 Grad so kalt, dass die Straßen nicht befahren werden können und somit das Reisen dort unmöglich ist.

Die Reise von Vater und Sohn begann in Hannover, von wo aus sie nach Neu Delhi flogen. Von da aus ging es für die beiden mit dem Flugzeug weiter nach Leh, die Hauptstadt von Ladakh, die auf 3500m Höhe liegt. Joshi würde Touristen jedoch eher empfehlen, von Delhi mit dem Bus nach Leh zu fahren, um sich langsam und schrittweise an die Höhe zu gewöhnen. Eine Busreise dauert jedoch einige Tage, weshalb sich die Joshis für die schnelle Reise mit dem Flugzeug entschieden. Sie berichten, dass es sich anfühlte, als würde man auf einem anderen Planeten landen. In der Steinwüste von Leh gibt es kaum Bäume, alles ist trocken und felsig. Die Stadt Leh ist erst seit 1974 offen für Touristen, doch durch viele Neuerungen, wie z.B. eine Fußgängerzone in der Stadt zu einem beliebten Ziel geworden.

Von der Stadt begann die Wandertour. Mit acht bis zehn Kilo Gepäck in den Rucksäcken machte sich Shiv Kumar Joshi mit seinem Sohn, seinem Neffen und zwei einheimischen Tourguides auf den Weg durch das Hochgebirge. Auf ihrer Route besichtigten sie einige hinduistische und buddhistische Tempel, mussten einen Fluss 16 Mal überqueren und waren überwältigt von Flora und Fauna. Da es in der abgelegenen Bergregion keine Hotels gibt, übernachten Touristen üblicherweise in Homestays. Dies sind kleine Häuser, meist nur mit ein bis zwei Räumen, wo eine Frau mit ihren Kindern lebt. Wenn man in der Unterkunft ankommt, wird man mit Pfefferminztee und Keksen begrüßt. Dann bereiten die Frauen, unterstützt von den Tourguides, für die es eine Selbstverständlichkeit ist zu helfen, eine Mahlzeit für die Gäste vor. Die hilfsbereiten Guides sind nur dazu da, den Reisenden den Weg zu zeigen, sie tragen auch ihr Gepäck und werden zu

Weggefährten und Freunden. Außerdem sind sie sehr spirituell. Sobald sie in ein Dorf kommen, umrunden sie sogenannten Mani-Steine, auf denen heilige Mantren geschrieben wurden. Für sie gibt es keinen Grund dieses Ritual ausfallen zu lassen, auch wenn sie noch so weit gelaufen sind und noch so schweres Gepäck zu tragen hatten. Der Glaube und die Spiritualität stehen für die Buddhisten an erster Stelle.

All diese Eindrücke hielten die Joshis auf Fotos fest, die sie bei dem Vortrag den Zuschauern präsentierten. Dazu erzählten sie die Geschichte ihrer Reise und gingen auf die Fragen und Erzählungen des Publikums ein. Einige Besucher waren selbst schon einmal diese Wege durch Indien gereist und fühlten sich durch die Aufnahmen zurückversetzt. Sie nahmen auch Bezug auf das wohl wichtigste Thema momentan – den Klimawandel. Denn dieser macht vielen Menschen in Ladakh sehr zu schaffen. Erst seit einigen Jahren, seit sich das Klima drastisch verändert, gibt es Niederschläge in Ladakh. Viele Wohnhäuser und Tempel, die größtenteils als Lehm bestehen, wurden bei sintflutartigen Regenfällen und Überschwemmungen im Jahr 2013 zum Teil vollständig weggespült. Auch einige Brücken sind durch die vielen Wassermengen in den Flüssen zu Bruch gegangen. Als Ersatz dient heute eine Art Seilbahn, mit der man von einer Seite des Ufers auf die andere gelangt. Man setzt sich in einen Korb, der durch eine Seilwinde an einem, über den Fluss gespannten, Drahtseil befestigt ist und zieht sich mit weiteren Seilen über den Fluss.

Die Auswirkungen des Klimawandels und das Bild der Seilbahnkonstruktion haben die Zuhörer ganz besonders berührt, beeindruckt und nachdenklich gestimmt.  

Insgesamt hat der Vortrag eine tolle Reise durch eine abgelegene Region Indiens erzählt, die vielen vorher gar nicht bekannt gewesen sein dürfte.

Ladakh – Spiritualität und Bergwanderung

Ladakh – Spirituality and Mountain Hike

01.11.

In diesem Vortrag nimmt Herr Joshi Sie mit in eine ganz andere Welt – Ladakh. Ladakh ist eine Region des indischen Bundesstaates Jammu und Kaschmir. Die Landschaft sieht so aus, als wäre man auf einem anderen Planeten. Es wechseln schneebedeckte Berge mit ganz kargen Gegenden und dazwischen liegen wunderschöne Oasen. Die Menschen sind sehr freundlich und hilfsbe- reit. Die Ladakhis sind sehr religiös und durch die tibetisch-buddhistische Kultur geprägt. Im Jahr 2017 besuchte Herr Joshi einige Klöster und wander- te durch die Bergwelt von Ladakh. Darüber berichtet er in diesem Vortrag.

In this talk, Mr. Joshi takes you into a different world – Ladakh. Ladakh is a re- gion of the Indian state of Jammu and Kashmir. The landscape looks like you are on another planet. There are snow-covered mountains with very barren areas, and in between are beautiful oases. The people are very friendly and helpful. The Ladakhis are very religious and influenced by the Tibetan Buddhist culture. In 2017, Mr. Joshi visited some monasteries and wandered through the mountains of Ladakh. Enjoy his insights.

Ladakh – Spiritualität und Bergwanderung

Bei dem Vortrag „Ladakh – Spiritualität und Bergwanderung“ haben Shiv Kumar Joshi und sein Sohn Rupet Joshi über ihre Reise durch den nordöstlichen Teil von Indien erzählt.

Sie haben das Gebiet Ladakh, welches im Durchschnitt über 3000 Meter über dem Meeresspiegel liegt, im Sommer, zur Hauptreisezeit im Juli und August besucht. In den Monaten April und Mai, sowie August und September reisen weniger Menschen durch Ladakh, was unter anderem auch an den kalten Temperaturen liegt. Von November bis März ist es mit Temperaturen bis zu minus 30 Grad so kalt, dass die Straßen nicht befahren werden können und somit das Reisen dort unmöglich ist.

Die Reise von Vater und Sohn begann in Hannover, von wo aus sie nach Neu Delhi flogen. Von da aus ging es für die beiden mit dem Flugzeug weiter nach Leh, die Hauptstadt von Ladakh, die auf 3500m Höhe liegt. Joshi würde Touristen jedoch eher empfehlen, von Delhi mit dem Bus nach Leh zu fahren, um sich langsam und schrittweise an die Höhe zu gewöhnen. Eine Busreise dauert jedoch einige Tage, weshalb sich die Joshis für die schnelle Reise mit dem Flugzeug entschieden. Sie berichten, dass es sich anfühlte, als würde man auf einem anderen Planeten landen. In der Steinwüste von Leh gibt es kaum Bäume, alles ist trocken und felsig. Die Stadt Leh ist erst seit 1974 offen für Touristen, doch durch viele Neuerungen, wie z.B. eine Fußgängerzone in der Stadt zu einem beliebten Ziel geworden.

Von der Stadt begann die Wandertour. Mit acht bis zehn Kilo Gepäck in den Rucksäcken machte sich Shiv Kumar Joshi mit seinem Sohn, seinem Neffen und zwei einheimischen Tourguides auf den Weg durch das Hochgebirge. Auf ihrer Route besichtigten sie einige hinduistische und buddhistische Tempel, mussten einen Fluss 16 Mal überqueren und waren überwältigt von Flora und Fauna. Da es in der abgelegenen Bergregion keine Hotels gibt, übernachten Touristen üblicherweise in Homestays. Dies sind kleine Häuser, meist nur mit ein bis zwei Räumen, wo eine Frau mit ihren Kindern lebt. Wenn man in der Unterkunft ankommt, wird man mit Pfefferminztee und Keksen begrüßt. Dann bereiten die Frauen, unterstützt von den Tourguides, für die es eine Selbstverständlichkeit ist zu helfen, eine Mahlzeit für die Gäste vor. Die hilfsbereiten Guides sind nur dazu da, den Reisenden den Weg zu zeigen, sie tragen auch ihr Gepäck und werden zu

Weggefährten und Freunden. Außerdem sind sie sehr spirituell. Sobald sie in ein Dorf kommen, umrunden sie sogenannten Mani-Steine, auf denen heilige Mantren geschrieben wurden. Für sie gibt es keinen Grund dieses Ritual ausfallen zu lassen, auch wenn sie noch so weit gelaufen sind und noch so schweres Gepäck zu tragen hatten. Der Glaube und die Spiritualität stehen für die Buddhisten an erster Stelle.

All diese Eindrücke hielten die Joshis auf Fotos fest, die sie bei dem Vortrag den Zuschauern präsentierten. Dazu erzählten sie die Geschichte ihrer Reise und gingen auf die Fragen und Erzählungen des Publikums ein. Einige Besucher waren selbst schon einmal diese Wege durch Indien gereist und fühlten sich durch die Aufnahmen zurückversetzt. Sie nahmen auch Bezug auf das wohl wichtigste Thema momentan – den Klimawandel. Denn dieser macht vielen Menschen in Ladakh sehr zu schaffen. Erst seit einigen Jahren, seit sich das Klima drastisch verändert, gibt es Niederschläge in Ladakh. Viele Wohnhäuser und Tempel, die größtenteils als Lehm bestehen, wurden bei sintflutartigen Regenfällen und Überschwemmungen im Jahr 2013 zum Teil vollständig weggespült. Auch einige Brücken sind durch die vielen Wassermengen in den Flüssen zu Bruch gegangen. Als Ersatz dient heute eine Art Seilbahn, mit der man von einer Seite des Ufers auf die andere gelangt. Man setzt sich in einen Korb, der durch eine Seilwinde an einem, über den Fluss gespannten, Drahtseil befestigt ist und zieht sich mit weiteren Seilen über den Fluss.

Die Auswirkungen des Klimawandels und das Bild der Seilbahnkonstruktion haben die Zuhörer ganz besonders berührt, beeindruckt und nachdenklich gestimmt.  

Insgesamt hat der Vortrag eine tolle Reise durch eine abgelegene Region Indiens erzählt, die vielen vorher gar nicht bekannt gewesen sein dürfte.